Gesundheitstipps für Diabetiker


2.12.2019, Richtig schwitzen in der Sauna

Wenn es draußen kalt wird, tut es dem Körper gut, in die Hitze einer Sauna einzutauchen. Mehr noch: Wer richtig sauniert, regt seine Abwehrkräfte an. Das gilt auch für Menschen mit Diabetes. Welche Vorsichtsmaßnahmen sie berücksichtigen sollten, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengefasst.

Die Hitze beeinflusst vor allem die Insulinwirkung, wenn das Hormon direkt vor dem Saunagang gespritzt wurde. „Die Haut ist stärker durchblutet, deshalb wird Insulin schneller ins Blut aufgenommen, und es kann zu einem Blutzuckerabfall kommen“, erklärt Professor Dr. Karsten Müssig, Leiter des Studienzentrums am Deutschen Diabetes-Zentrum. Deshalb sollte Insulin nicht direkt vor dem Saunagang injiziert werden. In manchen Fällen steigt der Blutzucker aber auch an, weil der Körper gestresst ist. „Stresshormone werden ausgeschüttet und wirken dem Insulin entgegen“, erläutert der Diabetologe.

Wer ein CGM-Gerät oder eine Insulinpumpe trägt, muss die Technik vor dem Saunagang ablegen. CGM steht für „Continuous Glucose Monitoring“ – die Geräte überwachen ständig den Glukosewert im Gewebe und können in der Sauna nicht arbeiten. Bei unter der Haut eingesetzten Langzeit-Sensoren ist während des Saunabesuchs der Transmitter zu entfernen. Flash-Glucose-Monitoring (FGM)-Sensoren, die ebenfalls die Glukosewerte im Unterhautfettgewebe erfassen, braucht man laut Müssig nicht abzunehmen. Es empfiehlt sich aber, diese durch einen Klebeverband zusätzlich am Körper zu fixieren.

Je nachdem, wie lange der Saunabesuch dauert und was man gegessen hat, sollte der Patient, der sonst eine Insulinpumpe trägt, vorübergehend Insulin mit einem Pen spritzen – aber wenn möglich nicht direkt vor dem Saunagang. Doch Achtung: Insulin verliert durch die hohen Temperaturen seine Wirkung, daher darf man Insulinampullen nicht zu einem Saunagang mitnehmen, sondern muss es außerhalb der Sauna anwenden.

15.11.2019,Potenzprobleme: Nachhilfe im Liebesleben

Diabetes macht vor der Schlafzimmertür nicht halt. Was sich gegen häufig vorkommende Erektionsprobleme unternehmen lässt, weiß unser Gastautor Professor Dr. Jochen Heß, stellvertretender Direktor der Urologischen Klinik am Universitätsklinik Essen. Zu lesen in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

Hess empfiehlt, offen mit seinem Arzt über eventuelle Erektionsprobleme zu sprechen. Hier kommen der Hausarzt, der Urologe und selbstverständlich auch der Diabetologe infrage. Betroffenen Männern bieten sich heute, neben einer fachkundigen Beratung mit gegebenenfalls psychologischen Behandlung noch weitere individuelle und vielfältige Therapiemöglichkeiten an:

PDE-5-Hemmer: Die Präparate werden in der Regel kurz vor der gewünschten Erektion eingenommen. Trotz allgemein guter Verträglichkeit kann es in Einzelfällen zu Nebenwirkungen kommen. Dazu gehören verstärktes Naselaufen, Ohrensausen und Kopfschmerzen. Patienten, die Nitrat-basierte Blutdrucksenker einnehmen, dürfen wegen unerwünschter Wechselwirkungen keine PDE5-Hemmer einsetzen.

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT): Hierbei spritzt sich der Betroffene eine Injektionslösung direkt in den Penis, um eine Erektion auszulösen. Dies geschieht nach Anleitung des Arztes. Der Wirkstoff Alprostadil kann allerdings die Wirkung von Blutgerinnungshemmern und blutdrucksenkenden Mitteln verstärken. Alternativ kann der Wirkstoff Alprostadil in Form eines Miniatur-Stäbchens mithilfe eines Applikators in die Harnröhre gebracht (Medikamentöses Urethrales System zur Erektion, MUSE) oder als Gel auf die Eichel aufgetragen (Alprostadil-Gel) werden.

Vakuumpumpen und Implantate: Beide Verfahren wirken zuverlässig und haben nur sehr wenige Nebenwirkungen. Bei der Vakuumpumpe wird durch Unterdruck Blut in den Penis gesaugt. Bei den Schwellkörper-Implantaten setzt der Arzt dauerhaft künstliche Schwellkörper operativ in den Penis ein.

Extrakorporale Stoßwellentherapie: Die Stoßwellentherapie kennen manche von der Behandlung von Nierensteinen. Bei Erektionsproblemen sollen Niedrigenergie-Stoßwellen die Bildung neuer Blutgefäße im Penis stimulieren, um so die Durchblutungssituation und damit die Erektionsfähigkeit zu verbessern. Ein Therapiezyklus umfasst in der Regel sechs Sitzungen, die jeweils etwa acht Minuten dauern. Die meisten Patienten vertragen die Anwendung sehr gut. Sie kann bei Bedarf auch wiederholt werden.

Hormontherapie: Bei nachgewiesenem Hormonmangel kann eine Gabe von männlichen Sexualhormonen helfen.

15.10.2019, Als Diabetikerin gut durch die Wechseljahre

Diabetikerinnen kommen früher in die Wechseljahre als Frauen ohne Zuckerkrankheit. Worauf es bei der Therapie in dieser Zeit ankommt, verrät die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

„Bei Frauen mit Diabetes erschöpft sich der Eizellenvorrat schneller. Das führt dazu, dass sie früher in die Wechseljahre kommen.“ So erklärt Professor Dr. Petra-Maria Schumm-Draeger von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) den Vorgang. Über die Ursache spekulieren die Forscher noch. Eines gilt als sicher: Durch den Diabetes verändern sich die Gefäße, und dies beschleunigt den Alterungsprozess.

Mit dem Versiegen der Eierstöcke schwindet auch das Hormon Östrogen, das die Insulinempfindlichkeit beeinflusst. „Viele Patientinnen kennen diesen Zusammenhang allerdings nicht und werden von plötzlichen Schwankungen des Blutzuckers überrascht“, erläutert Schumm-Draeger. Dies trifft auch Frauen, die ihren Blutzucker bislang optimal eingestellt haben. Denn der Östrogengehalt nimmt nicht kontinuierlich ab, sondern tut dies oft sprunghaft. „Der vermehrte Stress, verursacht durch Schlafstörungen und Hitzewallungen, tut sein Übriges, um den Blutzuckerspiegel negativ zu beeinflussen“, erklärt die Expertin.

Die Münchener Internistin empfiehlt Frauen mit Diabetes, sich rechtzeitig mit dem Thema Wechseljahre auseinanderzusetzen und vom behandelnden Diabetologen beraten zu lassen. Zum einen setzt der Östrogenmangel die Insulinempfindlichkeit herab. Zum anderen steigert er auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Zudem darf man nicht vergessen, dass die hormonelle Umstellung bis zu zehn Jahre dauern kann – da ist ein gut eingestellter Blutzuckerstoffwechsel für ein gesundes Altern unabdingbar“, so die Expertin.

1.10.2019, Mehr Ballast, bitte!

Ballaststoffe regen die Verdauung an. Doch die pflanzlichen Faserstoffe können noch viel mehr. Erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten, wie man es schafft, genug davon aufzunehmen.

Damit Ballaststoffe all ihre guten Wirkungen entfalten können, scheint es wichtig, genügend davon aufzunehmen. Die Deutsche Gesellschaft von Ernährung empfiehlt 30 Gramm am Tag. Das lässt sich vor allem dann erreichen, wenn man reichlich Vollkornprodukte isst. Wer diese nicht so gut verträgt, steigert die Menge am besten langsam. So kann sich die Verdauung daran gewöhnen. Wichtig ist, ausreichend zu trinken, etwa anderthalb Liter pro Tag. Gut verträglich sind in der Regel Vollkornbrote oder Brötchen aus fein gemahlenem Vollkornmehl, Hafer sowie Vollkornnudeln oder -reis. Beim Brot gilt es, tatsächlich auf die Bezeichnung »Vollkorn« oder die Menge des enthaltenen Vollkornmehls zu achten. Eine dunkle Farbe des Teiges, die oft durch Malzextrakt erzeugt wird, oder ein paar Körner sind kein Zeichen für ausreichend Ballaststoffe.

Auch Obst und Gemüse liefern reichlich gesunde Faserstoffe. Wer zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse oder Hülsenfrüchte am Tag isst, liegt richtig. Am besten – falls verzehrbar – immer die Schale mitessen, denn da stecken die meisten Ballaststoffe drin. Und noch eine Möglichkeit die Aufnahme zu steigern: In der Apotheke gibt es sogenannte Flohsamen, die reichlich Ballaststoffe liefern und so die Verdauung anregen können. Nahrungsergänzungsmittel mit dem Ballaststoff Inulin, der speziell das Wachstum guter Darmbakterien fördert, stellen eine weitere Möglichkeit dar, für eine bessere Ballaststoffzufuhr zu sorgen.

15.9.2019, Vitalstoffe: Extraportion gefällig?

Bei manchen Vitaminen und Mineralstoffen kommt es bei Diabetikern häufiger zu einem Mangel. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe vier Vitalstoffe zusammengefasst, bei denen es sich lohnt, für Nachschub zu sorgen.

Magnesium
Laut Studien haben bis zu 50 Prozent der Diabetiker zu niedrige Magnesiumwerte im Blut. Dabei lohnt sich für Zuckerkranke eine gute Versorgung besonders. Der Mineralstoff sorgt zum einen dafür, dass die Bauchspeicheldrüse mehr Insulin produziert. Zum anderen reagieren die Zellen wieder besser als zuvor auf Insulin. Studien zeigen, dass ein Plus an Magnesium sowohl den Nüchternblutzucker als auch den Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) positiv beeinflusst.

Vitamin B12
Viele Diabetiker haben ein erhöhtes Risiko für einen Mangel. Denn das blutzuckersenkende Medikament Metformin hemmt die Aufnahme des Vitamins nachweislich. Der Körper braucht Vitamin B12 beispielsweise zur Blutbildung und für die Arbeit des Nervensystems. Müdigkeit und Erschöpfung, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit oder Stimmungsschwankungen weisen mitunter auf einen Mangel hin, den der Arzt bei einer Blutuntersuchung feststellen kann.

Vitamin D
Vitamin D soll die Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse verbessern und die Wirkung des Hormons in den Muskeln erhöhen. Außerdem läuft der Knochenabbau, der bei jedem ab 30 Jahren stattfindet, bei Diabetes deutlich schneller ab. Ein ausreichend hoher Vitamin-D-Spiegel könnte dem entgegenwirken und das Risiko für Knochenbrüche reduzieren.

Zink
Es spielt eine wichtige Rolle für die körpereigene Abwehr, die Wundheilung und für die Funktion verschiedener Hormone, wie zum Beispiel Insulin. Daher gilt eine gute Versorgung mit Zink als wichtig. Doch bei Menschen mit Diabetes besteht die Gefahr, dass sie durch hohe Zuckerwerte vermehrt wasserlassen und über die Nieren Zink verlieren.

1.9.2019, Guten Flug – Fernreisen mit Diabetes

Diabetiker müssen nicht auf Traumurlaubsziele in der Ferne verzichten. Dank guter Vorbereitung lassen sich auch Langstreckenflüge gut überstehen. Die Neue Apotheken Illustrierte hat die besten Tipps dazu in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen.

Erste wichtige Frage: Was kommt ins Handgepäck, was lässt sich in Koffer und Taschen aufgeben? Auf Flugreisen nehmen Diabetiker am besten all ihre Utensilien wie Insulin, weitere Arzneimittel, Teststreifen und Messgeräte mit an Bord. Es besteht das Risiko, dass das Gepäck verspätet am Zielort oder auch gar nicht ankommt.

Bei den strengen Sicherheitskontrollen an den Flughäfen fallen spitze Gegenstände wie Pens, Spritzen und Lanzetten gleich auf. Dem hilft eine ärztliche Bescheinigung, am besten auch in Englisch und der jeweiligen Landessprache, die den Medikamentenbedarf bescheinigt. Auch ein internationaler Diabetiker-Ausweis bietet Vorteile. Er enthält in mehreren Sprachen alle wichtigen Gesundheitsdaten. Er bietet gerade im Notfall dem medizinischen Personal eine gute Übersicht über den Gesundheitszustand. Ein Muster-Exemplar findet sich auf der Internetseite der Deutschen Diabetes Gesellschaft.

Der Aufenthalt an Bord bietet für einige Medikamente keine idealen Temperaturen. Für Insulin und GLP-1-Agonisten wie Dulaglutid oder Semaglutid liegt der empfohlene Bereich zur Lagerung zwischen zwei und acht Grad Celsius. Hierfür eignen sich spezielle Kühltaschen für Medikamente. Die Arzneistoffe sollten dabei nie direkt mit dem Kühlakku in Kontakt kommen. Diese dafür einfach in ein Handtuch wickeln.

Ebenfalls eine Herausforderung: die Zeitverschiebung. Bei Flügen nach Westen, etwa in die USA oder nach Südamerika, verlängert sich der Reisetag. Deswegen gilt die Faustregel, die Dosis des Basisinsulins zu erhöhen. Bei einem Flug nach Osten, etwa nach Indien oder Thailand, verkürzt sich dagegen der Reisetag. Die Dosis also reduzieren. Für den Rückflug gilt jeweils der umgekehrte Fall. Nach der Ankunft alle Uhren auf die Ortszeit umstellen und die Zeit im Blick behalten. Generell empfiehlt es sich, vor einer Reise mit Zeitverschiebung mögliche Fragen mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

14.8.2019, Orale Antidiabetika: kleine Pillen, große Wirkung

Nach der Diagnose Typ-2-Diabetes bekommen viele Betroffene sogenannte orale Antidiabetika verschrieben. Welche Tabletten Patienten am häufigsten einnehmen und wie sie wirken, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Es gibt heutzutage eine Vielzahl an Arzneistoffen, die helfen, den Blutzucker zu senken, darunter so genannte SGLT-2-Hemmer, Glitazone, GLP-1-Analoga und andere. Ein Klassiker, das Metformin, kommt seit etwa 60 Jahren zur Behandlung des Diabetes zum Einsatz. Rund 80 Prozent aller Menschen mit Diabetes in Deutschland bekommen heutzutage Metformin verschrieben. Es ist damit das mit Abstand am häufigsten verabreichte Diabetes-Medikament.

An Platz zwei folgen die relativ neuen DPP-4-Hemmer. SGLT-2-Hemmer liegen auf Platz 3. Die Verschreibungshäufigkeit von Sylfonylharnstoffen ist in den vergangenen 15 Jahren deutlich gesunken; sie kommen an vierter Stelle. Bei Letzteren besteht die Gefahr von Unterzuckerungen. Der Arzt verschreibt sie beispielsweise Patienten, die Metformin nicht vertragen.

Laut der Datenanalyse deutscher Diabetesregister gibt es regionale Unterschiede in der geschätzten Verschreibungshäufigkeit einzelner Wirkstoffgruppen. So verordnen Ärzte in Norddeutschland und Thüringen häufiger GLP-1-Analoga als in anderen Bundesländern. SGLT-2-Hemmer kommen in Bayern, Hessen, Thüringen und Schleswig-Holstein häufiger auf das Rezept als in anderen Regionen.

In der Regel verschreibt der Arzt zu Anfang der Diabetes-Therapie einen Wirkstoff. Lässt sich der Blutzucker damit allein nicht (mehr) regulieren, kommt häufig ein zweites Medikament oder auch Insulin hinzu.

1.8.2019, Diabetes-DMP benötigt Aktualisierung

Sogenannte Disease-Management-Programme, kurz DMP, gibt es schon seit 2002. Wie aktuell sind die Programme für Diabetes? Die Neue Apotheken Illustrierte hat sich in ihrer aktuellen Ausgabe für Sie umgehört.



In der Behandlung von Diabetes – sei es Typ 1 oder Typ 2 – ändert sich ständig etwas. Aus diesem Grund werden die jeweiligen DMP regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Aktuell hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) die DMP einmal mehr mit aktuellen Leitlinien zu Diabetes abgeglichen.

Das Ergebnis:

Um das DMP für Typ-1-Diabetes dem Stand des medizinischen Wissens anzupassen, besteht beispielsweise Aktualisierungsbedarf in Sachen Vermeiden von Unterzuckerungen mithilfe moderner Technologien wie kontinuierlicher Glukosemessung. Auch Auffrischungsschulungen, mehr Empfehlungen im Bereich „Lebensstilmanagement“ sowie Aktualisierungen in Bezug auf die Insulintherapie mahnt der G-BA an.

In einem Vorbericht zum DMP für Typ-2-Diabetes stellt das IQWiG insbesondere Überarbeitungsbedarf für die Bereiche „Blutglukosesenkende medikamentöse Behandlung“ sowie „Begleit- und Folgeerkrankungen“ fest. Der Abschlussbericht soll Ende 2019 vorliegen.

Die abschließenden Empfehlungen des IQWiG werden zunächst im G-BA beraten und anschließend dem Bundesgesundheitsministerium vorgelegt. Gibt es keine Beanstandungen, folgt die praktische Umsetzung auf der Basis regionaler Verträge zwischen den beteiligten Krankenkassen und Ärzten beziehungsweise Krankenhäusern.

15.7.2019, Nieren im Blick

Etwa zwei von fünf Menschen mit Diabetes entwickeln im Laufe ihrer Erkrankung Nierenschäden. Regelmäßige Kontrollen und verschiedene Maßnahmen helfen, vorzubeugen und ein Voranschreiten dieser diabetischen Nephropathie zu verhindern. Das berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Zu viel Zucker im Blut schädigt die feinen Strukturen im inneren des Organs. Dies führt dazu, dass die Filterleistung der Nieren und mitunter auch die Durchblutung abnehmen. Bei Menschen mit Typ-2-Diabetes verschlechtern häufig weitere Faktoren, wie etwa erhöhte Blutdruck- oder Blutfettwerte, den Krankheitsverlauf.

Besonders tückisch: Nierenschäden verlaufen oft schleichend, ohne dass man sie spürt. Deshalb raten Experten zu regelmäßigen Untersuchungen. Einmal im Jahr sollte der Arzt den Morgenurin auf das Eiweiß Albumin testen. Zudem untersucht er die Filterfunktion der Niere anhand einer Blutprobe. Bei auffälligen Werten ermittelt der Arzt weitere Werte. Auch der Blutdruck sowie der Augenhintergrund werden untersucht.

Als A und O gilt eine möglichst gute Einstellung des Blutzuckers und des Blutdrucks. War der Langzeitblutzuckerwert HbA1c in der Vergangenheit erhöht, versucht der Arzt zusammen mit dem Patienten Maßnahmen zu finden, um diesen zu verbessern. Als Ziel gilt ein HbA1c-Wert von unter 7 Prozent. Als guter Blutdruck gelten Werte von maximal 130/80 mmHg beziehungsweise bei Menschen über 65 Jahren von maximal 140/80 mmHg. Wer sich gesund ernährt und ausreichend bewegt, kann selbst mithelfen, damit sich diese Zielwerte besser erreichen lassen. Auch ein Abbau von Übergewicht sowie verbesserte Blutfettwerte kommen der Nierengesundheit zugute. Außerdem empfiehlt es sich, mit dem Rauchen aufzuhören. Bereits bei mäßigem Rauchen schreitet die Nephropathie doppelt so schnell voran.

Wenn die Nieren nicht mehr zu hundert Prozent arbeiten, kann dies auch Auswirkungen auf die Diabetes-Therapie haben: Betroffene vertragen manche Medikamente nicht mehr oder müssen zumindest deren Dosis anpassen. Außerdem steigt das Risiko von Unterzuckerungen. Deshalb muss der Arzt regelmäßig die Nierenfunktion überprüfen und gegebenenfalls die Art und Menge der Medikamente verändern.

1.7.2019, Update BE/KE

Für insulinpflichtige Diabetiker geht es nicht ohne: Sie müssen lernen, die Menge des Kohlenhydratgehaltes eines Lebensmittels schätzen zu lernen. Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in ihrer neuen Ausgabe wichtige Informationen zu BE und KE.

BE und KE bilden ein Maß für den Kohlenhydratgehalt eines Lebensmittels. Wer Insulin spritzt, braucht diese Angabe, um die nötige Insulindosis zu berechnen, damit der Blutzucker nicht außer Kontrolle gerät. Auch für Menschen, die Sulfonylharnstoffe einnehmen, kann die Rechengröße sinnvoll sein.

Eine KE entspricht 10 Gramm Kohlenhydraten, die ältere Einheit BE wiederum 12 Gramm Kohlenhydraten.

Beim Arzt oder in der Diabetes-Schulung gibt es Tabellen, die angeben, wie viel Gramm oder welches Küchenmaß eines Lebensmittels einer BE/KE entspricht. Diese Tabellen erleichtern den Alltag.

Durch Abwiegen von Lebensmitteln und Lesen der Nährwerttabellen lassen sich BE/KE berechnen.

Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, etwa anderthalb bis zwei Stunden nach dem Essen den Blutzuckerwert zu bestimmen.

15.6.2019, Diabetes: Gemeinsam stark durch Selbsthilfe

Selbsthilfe hat für viele ein etwas angestaubtes Image; unweigerlich denkt man an Stuhlkreise. Doch Selbsthilfeorganisationen gerade im Bereich Diabetes bieten viel mehr. Die Neue Apotheken Illustrierte informiert in ihrer aktuellen Ausgabe, inwiefern Mitglieder von einer Selbsthilfeorganisation profitieren.
Selbsthilfeorganisationen bieten eine Menge Vorteile. „Unser Ziel besteht darin, die Lebensqualität der Betroffenen selbst und ihrer Familien zu verbessern, über die Erkrankung aufzuklären und politisch an Entscheidungen im Gesundheitswesen mitzuwirken.“ So fasst Judith Krämer, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M), die Motivation zusammen. Ähnliche Ziele verfolgen auch andere Selbsthilfe-Dachverbände in Deutschland.
Viele Informationen, die Selbsthilfeorganisationen bereitstellen, lassen sich auch ohne Mitgliedschaft nutzen, gerade im Internet. Aber das ist nur ein kleiner Teil des Angebots. „Eine Vollmitgliedschaft bietet beispielsweise ein Anrecht auf Rechtsberatung, Rabatte auf Diabetes-Zeitschriften und Anmeldegebühren für Ferienfreizeiten sowie die persönliche Mitgliederbetreuung in den Landesverbänden“, erklärt Krämer.
Schließt man sich einer Selbsthilfegruppe an, spielt in den Gruppentreffen der persönliche Austausch, Hilfestellung und die gegenseitige Motivation eine große Rolle. Menschen mit Diabetes können Gleichgesinnte treffen und erleben, dass sie mit ihrer Erkrankung nicht allein sind. Schon dies hilft oft, mit dem Diabetes besser klarzukommen.
In vielen Gruppen bleiben die Betroffenen nicht nur unter sich. Ein wichtiger Bestanteil der Treffen bilden etwa Informationsveranstaltungen zu verschiedenen Themen. Dabei kommen Ärzte und Diabetes-Beraterinnen genauso zu Wort wie Ernährungsberater oder Vertreter aus der Pharmaindustrie.

1.6.2019, Insulin, das Schlüsselhormon

Insulin spielt im Stoffwechsel eine echte Schlüsselrolle. Weil die Bauchspeicheldrüse von Diabetikern kein oder zu wenig Insulin produziert, wird Zucker als Energieträger nicht in die Körperzellen aufgenommen. Die Neue Apotheken Illustrierte bietet in ihrer aktuellen Ausgabe einen anschaulichen Überblick über das Insulin-Zucker-Zusammenspiel.

Wo kommt der Zucker her?

Wer Süßes, Obst, Nudeln oder Brot isst, nimmt Zuckerbausteine auf. Bei stärkehaltigen Lebensmitteln sind diese zu langen Ketten aufgereiht. Bei der Verdauung werden sie im Mund und Dünndarm gespalten, so dass am Ende einzelne Zuckerbausteine wie die Glukose vorliegen.

Warum wird Insulin gebildet?

Nach einer süßen oder stärkehaltigen Mahlzeit landet viel Glukose im Darm und wird ins Blut aufgenommen. Hohe Zuckerkonzentrationen regen die Betazellen in der Bauchspeicheldrüse an, Insulin zu bilden. Dieses wandert ebenfalls ins Blut. Das Insulin bildet sozusagen den Schlüssel, der dem Blutzucker die Tür zu den Zellen öffnet.

Wie wirkt Insulin?

Im Gehirn bewirkt Insulin, dass man sich satt fühlt. Übrigens ist es das einzige Organ, das das Insulin nicht braucht, um den Zucker aufzunehmen. Bei vielen anderen Körperzellen öffnet das Insulin die Pforten für den Zucker. So sinkt der Blutzuckerspiegel, und die Zellen bekommen Energie. Insulin hat aber noch andere Aufgaben: Es sorgt etwa dafür, dass Muskeln und Leber Zucker speichern. In den Fettzellen regt es an, dass Zucker in Fett umgewandelt wird. So stellt das Hormon sicher, dass auch noch genug Energie da ist, wenn der Mensch gerade nichts isst.

Was ist bei Diabetes anders?

Bei Typ-1-Diabetes bildet die Bauchspeicheldrüse kein Insulin, daher wird es in der Therapie gespritzt. Bei Typ-2-Diabetes produziert der Körper anfangs noch viel Insulin. Die Zellen in Muskeln und Organen reagieren aber nicht mehr ausreichend darauf – Ärzte sprechen von einer Insulinresistenz. Manche Medikamente verbessern die Schlüsselwirkung von Insulin an den Zellen.

1.5.2019, Diabetes ist Typsache

Laut aktuellen Zahlen haben 7,5 Millionen Deutsche Diabetes – aufgeteilt in verschiedene Typen. Typ-2-Diabetes haben dabei die meisten Betroffenen, gefolgt von Typ-1-Diabetes. Was aber ist mit dem kleinen Rest der Erkrankten, die einen sogenannten Typ-3-Diabetes haben? Die Neue Apotheken Illustrierte stellt in ihrer aktuellen Ausgabe diese Untergruppe der Volkskrankheit vor.

Beim Typ-3-Diabetes handelt es sich um keine einheitliche Form der Erkrankung, sondern um acht seltene Untergruppen von Diabetes. Die Ursachen für den Ausbruch der Krankheit sind dabei sehr unterschiedlich. Gendefekte (Typ 3a) können genauso der Grund sein wie eine Vorerkrankung der Bauchspeicheldrüse (Typ 3c), Schädigungen durch Chemikalien (Typ 3e) oder bestimmte Viren (Typ 3f).

Die erhöhten Blutzuckerwerte lassen sich je nach Art durch den Lebensstil, Medikamente oder Insulin einstellen. Diagnose und Therapie gestalten sich oft schwieriger als bei den herkömmlichen Diabetestypen.

15.4.2019, Neuropathie: Schmerz lass‘ nach!

Bei vielen langjährigen Diabetes-Patienten treten Nervenleiden auf. Polyneuropathie nennen dies die Experten. Gewöhnliche Schmerzmittel helfen dann nicht. Welche Maßnahmen eventuell die Nervenschmerzen lindern, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen.

Das A und O im Kampf gegen eine Nervenschädigung bildet ein gut eingestellter Blutzucker. Eine individuell angepasste Diabetestherapie sowie eine gesunde Lebensweise mit Blick auf eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung tragen dazu bei.

Klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder Diclofenac wirken bei Nervenschädigungen nicht. „Es gibt einige Patienten, die sie trotzdem nehmen, um überhaupt etwas zu tun. Aber damit schadet man sich eher, da die Medikamente auch Nebenwirkungen haben“, erklärt Dr. Thomas Cegla, Chefarzt an der Helios Universitätsklinik Wuppertal und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin.

Bei der Therapie gegen Nervenschmerzen arbeiten Mediziner mit anderen Substanzgruppen: etwa mit Medikamenten gegen Epilepsie oder Depressionen oder mit Opiaten. Die Mittel werden mitunter kombiniert und individuell nach einem festen Zeitschema eingenommen. Für die Behandlung braucht es etwas Geduld. „Generell fängt man mit niedrigen Dosierungen an. Das führt dazu, dass es eine Weile dauert, bis die Wirkung einsetzt“, informiert Cegla. „Nach drei Monaten zeigt sich in etwa, ob man auf dem richtigen Weg ist.“

Nicht bei jedem Patienten schlägt die Behandlung gleich gut an. Doch die Schmerzen lassen sich in der Regel um 30 bis 50 Prozent reduzieren. Außerdem gelten auch andere Therapieformen als vielversprechend. „Jeder zweite bis dritte Patient spricht auf spezielle Pflaster mit medizinischem Chili an.“ Das darin enthaltene Capsaicin stimuliert Untereinheiten von Schmerzrezeptoren. Durch die Übererregung der Rezeptoren werden die Nervenenden unempfindlich für Schmerzreize gemacht, erläutert der Schmerzmediziner. Ein weiteres Verfahren, die Transkutane Elektrische Nervenstimulation – kurz TENS –, reizt die Nerven über unterschiedliche Frequenzen und erhält so deren Funktion. Spezielle TENS-Socken bezahlen Krankenkassen in der Regel auf Antrag. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Vitamin B1 oder dessen Vorstufen das Fortschreiten von Nervenschäden hinauszögern können.

15.3.2019, Plötzlich zuckerkrank – und jetzt?

Typ-2-Diabetes kommt schleichend. Betroffene spüren die hohen Zuckerwerte in der Regel nicht. Wenn der Arzt die Krankheit feststellt, ist das für viele ein Schock. Doch dieser kann auch dabei helfen, aktiv zu werden, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

„Es ist ganz normal, dass man geschockt ist und den ungebetenen Gast nicht gleich willkommen heißt“, erklärt Psychologe Professor Dr. Bernhard Kulzer vom Diabetes Zentrum Mergentheim. Schließlich handelt es sich bei Typ-2-Diabetes in den meisten Fällen um einen Zufallsbefund. Viele Menschen haben im Vorfeld keinerlei Beschwerden und auf einmal das: Man ist krank.

Dass die Diagnose mit negativen Gefühlen einhergeht, könnte dem Psychologen zufolge sogar Vorteile haben: Emotionen können dabei helfen, etwas anzupacken, etwas zu verändern. So entpuppt sich die Zeit nach der Diagnose oft auch als idealer Zeitpunkt für eine Schulung. Hier bekommt man wichtige Informationen und viele Antworten auf seine Fragen. „Zudem setzt man sich in modernen Schulungen auch emotional mit der Krankheit auseinander“, so der Experte. Etwa mit der Frage: Ist Diabetes eine schlimme oder eine leichte Erkrankung? Wenngleich dies jeder für sich etwas anders einschätzt, macht Psychologe Kulzer Mut: „Immerhin ist Diabetes eine Erkrankung, die ich selbst steuern kann und auf die ich Einfluss habe.“ Wer gleich ein paar Kilogramm abnimmt, habe sogar die Chance, die Krankheit zurückzudrängen.

Doch nicht jeder kann den ersten Schock in Tatendrang umwandeln. Für diese Menschen zählt neben den Informationen und Anregungen, die man in einer Schulung bekommt, laut Kulzer auch das Gespräch mit anderen Betroffenen. „Jede Form des Austauschs über die Erkrankung ist sinnvoll, weil man sich dadurch mit sich und seiner Erkrankung auseinandersetzt“, so der Experte der Deutschen Diabetes Gesellschaft. Man erfährt, wie andere die Krankheit bewältigen, was ihnen hilft und wie sie sich motivieren können. Auch nach der Schulung gibt es Möglichkeiten zum Austausch – etwa in klassischen Selbsthilfegruppen oder in speziellen Diabetes-Blogs.

1.3.2019, Das bringen Diabetes-Apps

Digitale Blutzuckertagebücher sind im Kommen. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe, welche Vorteile sie gegenüber herkömmlichen Tagebüchern haben.

Das Blutzuckertagebuch ist die Grundlage für das Arztgespräch, da sich der behandelnde Arzt ein Bild über den Blutzuckerverlauf machen kann. Im Idealfall hilft das Tagebuch auch dem Patienten selbst, die Werte der vergangenen Wochen im Blick zu haben, eventuelle Schwankungen zu erkennen und Schlüsse daraus zu ziehen. Doch das ist nicht ganz einfach.

Hier setzen digitale Tagebücher an, auch Diabetes-Apps genannt. „Darin sind die Werte für Laien viel besser aufbereitet“, berichtet Diabetesberaterin Dr. Astrid Tombek von der Diabetesklinik Bad Mergentheim. „Die Blutzuckertabelle ist meistens farblich dargestellt: die guten Werte in grün, Unterzucker meistens rot, Überzucker kann beispielsweise gelb sein. Da lässt sich auf einen Blick der Blutzuckerverlauf erkennen.“

Vielen Diabetikern fällt es so leichter, mit dem großen Wust an Daten umzugehen. Und dies kann sich sogar positiv auf den Blutzuckerwert auswirken. Denn Studien zeigen, dass sich der Langzeitblutzuckerwert HbA1c verbessert, wenn jemand seine Werte dokumentiert. „Dabei ist es zwar grundsätzlich egal, ob dies in Papierform oder digital erfolgt“, so Tombek, „doch das Digitale ist leichter und übersichtlicher. Der Diabetiker kann sich damit befassen, Zusatzinformationen eingeben und selbst besser das Problem eingrenzen.“

Wer so beispielsweise ganz leicht erkennt, dass die morgendlichen Nüchternwerte besonders nach dem Spieleabend zuvor mit vielen Knabbereien eher schlecht waren, kann seinen Arzt beim nächsten Gespräch gezielt darauf ansprechen. „So zeigt sich eine Therapie am effektivsten“, betont die Fachfrau.

Bei manchen Apps lassen sich sogar zusätzliche Fotos von der Mahlzeit hochladen. „Das ist praktisch, denn so kann die Diabetesberaterin im Nachhinein prüfen, ob der Diabetiker die Kohlehydrateinheiten richtig einschätzt.“

15.2.2019, Alles über Süßstoffe

Sie schmecken süß und liefern fast keine Kalorien. Eigentlich ideal für Diabetiker. Doch Süßstoffe geraten immer wieder in die Kritik. Wie gut oder schlecht sind sie wirklich? Die Neue Apotheken Illustrierte hat die Pros und Contras in ihrer aktuellen Ausgabe zusammengetragen.

Die in Europa derzeit zugelassenen Süßstoffe, elf an der Zahl, gelten als gesundheitlich unbedenklich. Derzeit sorgt ein EU-Programm zur Neubewertung aller Lebensmittelzusatzstoffe dafür, dass alle Süßstoffe außer Aspartam bis Ende 2020 von Expertengremien untersucht werden. Aspartam hat die Neubewertung bereits hinter sich und gilt als sicher.

Neben der Sicherheits-Diskussion wird Süßstoffen immer wieder zur Last gelegt, nicht etwa die schlanke Linie zu unterstützen, sondern gar dick zu machen. Doch nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und anderer Fachgesellschaften gibt es keine wissenschaftlichen Beweise für einen dickmachenden Effekt von Süßstoffen. Diabetiker und gesunde Menschen dürfen ohne Sorge hin und wieder auf mit ihnen gesüßte Lebensmittel zurückgreifen. Gerade mit Diät-Softdrinks lassen sich viele Kalorien einsparen.

Doch Vorsicht: Das gelingt nur, wenn man diese nicht anderweitig wieder zu sich nimmt. Denn abnehmen lässt sich natürlich nur, wenn der Mensch insgesamt weniger isst und trinkt als er verbrennt. Davon abgesehen dürfen auch Diabetiker zu echtem Zucker greifen. Von mehr als 50 Gramm am Tag raten Experten jedoch ab.

Klare Sicht: Augenschäden vorbeugen

Hohe Blutzuckerwerte schädigen über die Jahre die feinen Blutgefäße in der Netzhaut des Auges. Das Risiko lässt sich jedoch durch vorbeugende Maßnahmen senken. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe, was zu tun ist.

Wer sich als Diabetiker um gute Blutzuckerwerte bemüht, betreibt Vorbeugung im besten Sinn. Untersuchungen mit Typ-2-Diabetikern zeigen, dass sich ein Drittel der behandelten Schäden an der Netzhaut verhindern lassen, wenn ein stark erhöhter Langzeitblutzuckerwert (HbA1c) auf unter 9 Prozent gesenkt wird. Im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen beim Hausarzt oder Diabetologen lässt sich gemeinsam besprechen, wie man Blutzucker und -druck besser in den Griff bekommt. Auch die Nierenfunktion behält der Arzt im Blick.

Bei einem neu entdeckten Typ-2-Diabetes erfolgt zudem eine direkte Überweisung zum Augenarzt. Dieser befragt den Patienten nach möglichen Beschwerden, kontrolliert die Sehschärfe, untersucht das vordere Auge und schließlich die Netzhaut.

Zeigen sich keine Schäden an der Netzhaut, raten Experten, alle ein bis zwei Jahre zur Kontrolle zum Augenarzt zu gehen. Entscheidend ist, ob weitere Risikofaktoren wie hohe Blutzucker- oder Blutdruckwerte vorliegen.

Ist die Netzhaut bereits angegriffen, heißt es, die Augen mindestens einmal im Jahr kontrollieren zu lassen. Die Häufigkeit der Kontrollen muss man im Einzelfall mit dem Arzt besprechen. Eine rechtzeitige Behandlung kann bei bis zu 50 Prozent der Betroffenen verhindern, dass Schäden spürbar fortschreiten.

Vorsätze endlich durchhalten

Gute Vorsätze lassen sich schnell fassen. Aber wie erreicht man die neu gesteckten Ziele? Dr. Berthold Maier, Diplom-Psychologe am Diabetes-Zentrum Mergentheim, gibt in der der Neuen Apotheken Illustrierten wertvolle Tipps.

In sich hineinhören: Fassen Sie sich Ziele, die Sie sich zutrauen und bei denen Sie optimistisch sind, dass Sie diese auch erreichen können. Ein Vorhaben, das für einen persönlich keine so große Rolle spielt, nimmt man womöglich gar nicht in Angriff.
Realistische Ziele stecken: Viele Diabetiker nehmen sich etwa vor, ihren HbA1c-Wert zu verbessern. Dann ist es sinnvoll, den behandelnden Arzt um eine realistische Einschätzung zu bitten. Geht es um eine Gewichtsabnahme, sollte man sich klar machen: Was sich über Jahre aufgebaut hat, verschwindet nicht von heute auf morgen. Ein erstes mögliches Ziel wäre, dass die Gewichtskurve nicht weiter nach oben geht und man sein Gewicht hält. Eine Gewichtsabnahme von einem halben bis einem Kilo pro Monat ist realistisch.
Fortschritte protokollieren: Menschen möchten, wenn sie etwas aufschreiben, gerne etwas Positives eintragen. Allein das Protokollieren kann dazu führen, dass sich beispielsweise das Essverhalten verbessert.
Rückschläge einkalkulieren: Viele gute Vorsätze schlafen irgendwann ein oder man erleidet sogar Rückschläge. Wer sich schon vorab damit vertraut macht, besitzt nachgewiesenermaßen ein besseres Durchhaltevermögen und kann sich Strategien zurechtlegen, wie man mit Rückschlägen umgeht.
Mitstreiter suchen: Vielen Menschen fällt es leichter, ein Ziel zu erreichen, wenn sie sich zusammentun. Das gilt für alle Lebensbereiche und geht beispielsweise per Smartphone durch eine Chat-Gruppe oder im Fall des Diabetes in einer klassischen Selbsthilfegruppe. Menschen, die lieber mit sich allein sind, hilft oft eine Vertrauensperson, der sie von ihren Zielen erzählen. Allein zu wissen, dass jemand nachfragt, spornt an, weiterhin am Ball zu bleiben.

Als Diabetiker unbeschwert genießen

Alkohol ist für Diabetiker heutzutage kein Tabu mehr. Es kommt allerdings auf die Menge an. Ein paar Faustregeln helfen zusätzlich, dass der Blutzucker unter Kontrolle bleibt. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt die wichtigsten Regeln vor, um die Unterzuckerungsgefahr im Zaum zu halten.

Gut dosieren: Als Faustregel gelten Pro Tag für Frauen ein kleines Standardglas, für Männer zwei Gläser eines alkoholischen Getränks als unproblematisch. Dem Standard entspricht ein Glas von 300 Millilitern, bei Wein eines von 125 ml, beim Apfelwein oder Most von 250 ml. Das ergibt pro Glas eine tägliche Alkoholmenge von 12 Gramm bei Frauen beziehungsweise 24 Gramm bei Männern, wenn Letztere jeweils zwei Gläser trinken. Grundsätzlich aber sollte man nicht täglich trinken, sondern alkoholfreie Tage einlegen. Und gerade bei Diabetes ist es sehr ratsam, wenn Alkoholkonsum nur ausnahmsweise erfolgt.

Richtig wählen: Trockene Wein- und Sektsorten sowie normales Bier bevorzugen. Lieblicher Wein, Liköre oder Cocktails enthalten zusätzlich viele Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe treiben. Auch in alkoholfreiem Bier stecken sehr viele Kohlenhydrate. Es eignet sich nicht als Alternative für Diabetiker.

Zwischendurch essen: Am besten zum Getränk eine Kleinigkeit essen. Gut sind Kohlenhydrate, die langsam ins Blut übergehen und so einer späteren Unterzuckerung entgegenwirken. Das kann ein belegtes Brot sein, aber auch Vollkornknäckebrot zum Knabbern schmeckt gut.

Für die Nacht vorsorgen: Für Diabetiker, die Insulin spritzen, empfiehlt es sich, mit einem etwas erhöhten Blutzuckerwert zu Bett zu gehen. Wenn es mehr Alkohol war, können es 180 bis 200 mg/dl sein.

Wenn die Haut bei Diabetes leidet

Diabetes ist auch Hautsache: 80 Prozent der Diabetiker haben Probleme mit ihrer Haut. Meist handelt es sich dabei um trockene Haut und sich daraus ergebende Beschwerden. Doch auch Pigmentstörungen und Hautverdickungen sind im Bereich des Möglichen. Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in ihrer aktuellen Ausgabe einen Überblick.

Die meisten Diabetiker haben eine trockene Haut. Grund ist ein gestörter Hydrolipidfilm der Haut. Dadurch ist der transepidermale Wasserverlust erhöht, Kittsubstanzen zwischen den Hautzellen werden spröder. Bei trockener und rissiger Haut entstehen leichter kleine Verletzungen, die eine ideale Eintrittspforte für Erreger jeder Art darstellen. Da zu hohe Blutzuckerwerte auf Dauer auch die Blutgefäße schädigen, die die Haut versorgen, funktioniert die körpereigene Abwehr teilweise weniger effektiv als bei Stoffwechselgesunden. So breiten sich Erreger leichter aus und es kommt häufiger zu Pilz- und bakteriellen Infektionen.

Rund die Hälfte aller Menschen mit Diabetes bekommt im Laufe der Zeit eine sogenannte diabetische Dermopathie. Hierbei zeigen sich bevorzugt an den Schienbeinen, aber zum Teil auch an Unterarmen oder Füßen bräunlich verfärbte Hautstellen. Diese schmerzen nicht und brauchen auch keine spezielle Behandlung. Als Grund für die Hautveränderung gelten zu hohe Blutzuckerwerte, die unter anderem Schädigungen an den Blutgefäßen verursachen. Bei einem besser eingestellten Blutzucker verbessert sich mitunter das Erscheinungsbild.

Bei bis zu 90 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes entwickelt sich eine sogenannte Pseudoaconthosis nigricans. Hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich eine bräunliche Verfärbung und Verdickung der Haut an Achseln, Leiste oder Nacken. Experten vermuten, dass die Insulinresistenz zu diesen Veränderungen führt. Treten keine weiteren Beschwerden auf, muss man die Haut nicht behandeln. Manchmal schmerzen, nässen oder stören die Stellen jedoch. Dann kann der Arzt eine Salicylsäure-haltige Vaseline-Creme verschreiben.

1.11.2018, Blutzuckerkontrolle auf neuem Niveau

Eine funktionierende Bauchspeicheldrüse? Für Typ-1-Diabetiker eine traumhafte Vorstellung. Ein neues System, genannt Hybrid-Closed-Loop-System, vereint die kontinuierliche Blutzuckermessung und bedarfsgerechte Insulinversorgung und könnte diesen Traum für viele Typ-1-Diabetiker in Europa und vielleicht auch in Deutschland bald ein Stück wahr werden lassen. Wie hier der Stand der Dinge ist, berichtet die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe.

Hybrid-Closed-Loop-System bezeichnet eine technische Neuerung, an der Wissenschaftler jahrzehntelang gearbeitet haben. Frei übersetzt und basierend auf seiner Funktionsweise bedeutet Hybrid-Closed-Loop-System nicht anderes als „künstliche Bauchspeicheldrüse“. Was im gesunden Organ über komplizierte biochemische Prozesse vonstattengeht, übernehmen in diesem System hochmoderne Computer im Miniformat.

Tatsächlich ahmt die fortschrittliche Technologie - ausgestattet mit einem Sensor zur kontinuierlichen Blutzuckerüberwachung, einer Pumpe für die bedarfsgerechte Insulinfreisetzung und einem Blutzuckermessgerät zur Kalibrierung des Gerätes – die grundlegenden Aufgaben des natürlichen Organs nach. Via Funk kommunizieren die einzelnen Systemteile miteinander. Nur eines kann das System noch nicht: Das Insulin direkt zur Mahlzeit automatisch anzupassen. Hier muss der Nutzer das System noch selbst aktivieren.

Typ-1-Diabetiker in den USA konnten sich bereits im Sommer 2017 über die Zulassung des Medizingerätes durch die dortige Zulassungsbehörde FDA freuen. Seit Juni dieses Jahres hat das Hybrid-Closed-Loop-System ein CE-Kennzeichen in Europa erhalten. Diese Kennzeichnung dokumentiert, dass ein Produkt den grundsätzlichen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen der Europäischen Union genügt. Das sagt allerdings nichts über die Zulassung des Medizinprodukts in den einzelnen europäischen Ländern aus, denn jeder Staat hat seine eigenen Zulassungsregularien. Und die gestalten sich gerade in Deutschland kompliziert und meist langwierig.

15.10.2018, Blutzucker messen, ohne zu stechen

Bereits seit einigen Jahren können Diabetiker ohne Blutabnahme ihren Zuckerwert messen. Für wen sich kontinuierliche Zuckermessgeräte eignen und wo die Unterschiede von CGM und FGM liegen, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer Ausgabe vom 15.10.2018 zusammengefasst.

Geräte zur kontinuierlichen Blutzuckermessung bieten sich an, wenn die Blutzuckerverläufe sehr instabil sind und wenn es häufiger zu Unterzuckerungen kommt. Diese Systeme bieten pro Tag eine Vielzahl von Messwerten, die elektronisch ausgewertet, noch bessere Therapiemöglichkeiten bieten. Seit September 2016 gehören rtCGM-Systeme (real-time-continuous glucose monitoring) unter bestimmten Voraussetzungen zur Regelleistung gesetzlicher Krankenkassen. Sogenannte FGM-Systeme (flash glucose monitoring) gelten als „Satzungsleistung“, das heißt, Krankenkassen können diese als freiwillige Leistung zur Verfügung stellen.

Bei beiden Geräten misst ein Sensor kontinuierlich die Blutzuckerwerte im Unterhautfettgewebe. Dieser lässt sich am Oberarm oder im Falle von rtCGM auch am Bauch oder im Gesäßbereich platzieren. Die Sensoren müssen in der Regel alle sechs bis 14 Tage erneuert werden. Außerdem gibt es ein rtCGM-Gerät, das mit einem Sensor arbeitet, den man unter die Haut setzt und der dort bis zu sechs Monate verbleibt. Beim Deuten der Werte gilt es zu berücksichtigen, dass das Gerät nicht den Zucker im Blut, sondern den Gewebszucker bestimmt. Dieser hinkt dem Blutzuckerwert in der Regel etwa fünf bis zehn Minuten hinterher. In einer Schulung lernen Anwender alles Nötige zum sicheren Einsatz.

Zu den großen Unterschieden zwischen den beiden Systemen gehört, dass man beim FGM-Gerät aktiv die Werte abliest. Dazu genügt es, ein entsprechendes Lesegerät über den Sensor am Arm zu halten. rtCGM-Geräte senden die Messwerte dagegen eigenständig auf das Empfangsgerät. Registriert ein rtCGM-Gerät Über- oder Unterzuckerzucker schlägt es automatisch Alarm, indem es piepst oder vibriert. Eine wertvolle Hilfe besonders für Menschen, die niedrige Blutzuckerwerte schlecht wahrnehmen. Auch nächtliche Unterzuckerungen verminderten sich um mehr als die Hälfte. Auch FGM-Geräte konnten ihren Vorteil gegenüber der herkömmlichen Blutzuckermessung schon unter Beweis stellen.

15.9.2018, Diabetikerfüße richtig pflegen

Die Füße von Diabetikern sind oft schlecht durchblutet oder reagieren durch Nervenschäden weniger empfindsam. Damit sie möglichst lange gesund bleiben, empfiehlt sich eine sorgsame Pflege. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe die wichtigsten Utensilien für die Pediküre von Diabetikerfüßen zusammengestellt.

Badethermometer: Die Füße täglich für zwei bis drei Minuten mit lauwarmem Seifenwasser waschen. Wer die Temperatur nicht gut einschätzen kann, verwendet am besten ein Badethermometer. Eine verträgliche Temperatur liegt etwa bei 35 Grad Celsius.

Weiches Handtuch: Die Füße damit sanft und auch zwischen den Zehen gut abtrocknen.

Feile und Bimsstein: Die Nägel mindestens einmal pro Woche gerade feilen, keine spitzen Nagelscheren verwenden. Mit einem Bimsstein lässt sich überschüssige Hornhaut vorsichtig entfernen.

Creme: Spezielle Fußpflegeprodukte für Diabetiker aus der Apotheke, die zehn Prozent Harnstoff enthalten, halten die Haut geschmeidig und vermeiden Risse. Je trockener die Haut, desto häufiger die Füße eincremen. Einmal täglich mindestens.

Kleiner Handspiegel: Kontrollieren Sie damit die Füße täglich, um Verletzungen, Druckstellen oder Infektionen rechtzeitig zu erkennen. Bei Verletzungen empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen.

Die Rolle der Hormone

Dass das Hormon Insulin den Blutzuckerspiegel steuert, wissen Diabetiker. Weniger jedoch, dass auch andere Botenstoffe diesen beeinflussen. Die Neue Apotheken Illustrierte vom 15. August 2018 stellt viele der Hormone vor, die helfen, den Blutzucker zu steuern.

Glukagon entsteht wie Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Es verteilt sich über das Blut im Körper. Glukagon regelt als Gegenspieler von Insulin den Blutzuckerspiegel mit. Es verstärkt den Abbau von Glykogen zu Glukose. Außerdem sorgt es dafür, dass der Körper mehr Zucker aus anderen Energieträgern wie Fetten oder Eiweißen erzeugt.

Adrenalin stammt aus der Nebenniere. Das »Stresshormon« wirkt aufputschend im ganzen Körper. Es versucht, dem Körper möglichst viel Energie zur Verfügung zu stellen. Adrenalin sorgt dafür, dass die Leber Zucker freisetzt und im Blut bereitstellt.

Kortisol wird ebenfalls in den Nebennieren gebildet. Seine Hauptaufgabe ist vermutlich, Entzündungen zu unterdrücken. Doch es beeinflusst in vielerlei Hinsicht den Blutzuckerspiegel. Erstens fördert es die Bildung von Glukose. Zweitens wirkt es auf andere Hormone, die die Empfindlichkeit des Körpers für Insulin absenken, und es reduziert drittens dessen Produktion. Im Gegenzug schüttet der Körper mehr Glukagon aus. Diese Mehrfachwirkung macht Medikamente, die mit Kortison verwandte Stoffe enthalten, zu einem Risikofaktor für den Zuckerstoffwechsel. Für Menschen, die bereits an Diabetes leiden, stellt Kortisol selbst gelegentlich ein Problem dar, weil sich dessen Ausschüttung – und damit auch der Zuckerspiegel – im Tagesablauf verändert.

Das Wachstumshormon Somatropin, bei Kindern für das Körperwachstum und bei Erwachsenen für den Muskelauf- und den Fettabbau verantwortlich, ist an der Regulation des Blutzuckerspiegels beteiligt. Da der Organismus sowohl Kortisol als auch Somatropin bevorzugt in der Nacht bildet, stellen viele Menschen am frühen Morgen einen hohen Blutzuckerspiegel fest.

Trijodthyronin und Thyroxin stammen aus der Schilddrüse. Sie verändern den Energiestoffwechsel, etwa indem sie die Ausschüttung von Insulin abschwächen.

Keine Lust auf Zucker

Diabetes hört nicht einfach auf – jeden Tag gilt es, sich neu um seine Blutzuckerwerte zu kümmern. Doch es gibt Zeiten, in denen das schwerfällt. Dr. Berthold Maier, Diplom-Psychologe am Diabetes Zentrum Mergentheim, gibt in der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. August 2018 Tipps, wie man sich wieder aufrafft und neu motiviert.

»Ein erster Schritt ist es, selbst zu merken, dass etwas nicht stimmt. Dann kann es helfen, sich einer vertrauten Person mitzuteilen. Es ist eine Möglichkeit, seine aktuelle Situation zu sortieren«, erklärt Maier. Wer herausfindet, was momentan die größten Motivationskiller sind, dem fällt es leichter, etwas an der Situation zu ändern. Oft helfe schon ein fester Rhythmus für Mahlzeiten oder ein Raster für Blutzuckermessungen, weiß der Experte. Zum Beispiel: Gewohnheitsmäßig immer dann messen, wenn man mit einer Mahlzeit beginnt oder wenn man sich hinters Steuer setzt.

Sind es keine äußeren Faktoren, sondern der Diabetes selbst, der belastet, ist es wichtig, sich dies bewusst zu machen. Ist die Therapie schwierig umzusetzen? Ist man wegen der schlechten Werte frustriert? Oder stecken andere Gründe dahinter? »Auch schon eine kurze schlechte Phase, Niedergeschlagenheit oder Ängste können das Therapieverhalten negativ beeinflussen«, betont der Diplom-Psychologe. Denn dies führt oft dazu, dass Diabetiker nicht mehr genug auf ihre Medikamenten- oder Insulineinnahme achten oder nur noch das Nötigste tun. Und das bringt die Blutzuckerwerte durcheinander.

Eine erste Anlaufstelle kann der Hausarzt oder der behandelnde Diabetologe sein. »Ich empfehle, Ärzte oder Diabetesberater auf Probleme anzusprechen. Gemeinsam kann man beispielsweise überlegen, ob sich die Therapie vereinfachen lässt«, so Maier. »Oft bekommt der Patient auch häufigere Termine und mehr Unterstützung, um die Entwicklung weiterzuverfolgen.« Auch eine Nachschulung kann helfen. Diese wird mittlerweile von vielen Krankenkassen bezahlt. Hier werden alltägliche Probleme mit der Therapie und entsprechende Lösungen besprochen. Der Austausch mit anderen kann zusätzlich motivieren und gibt das Gefühl, mit den Problemen nicht allein zu sein.

15.7.2018, Gut reisen mit Diabetes

Jeder Urlaub will gut geplant sein. Das gilt mehr noch für Diabetiker - denn sie müssen an mehr Dinge denken. Deshalb lohnt eine detaillierte Planung. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer Ausgabe vom 15. Juli 2018 wichtige Tipps für Vorbereitung, Fahrt und Urlaub zusammengestellt.

Vor der Reise: Der rechtzeitige Besuch beim behandelnden Arzt steht ganz oben. Dieser kann Rezepte über ausreichend Medikamente, Insulin oder Teststreifen ausstellen. Tipp: Etwa doppelt so viel wie sonst üblich einplanen. Für Notfälle und um Probleme beim Zoll zu vermeiden, immer einen Diabetikerausweis in der jeweiligen Landessprache und eine „Ärztliche Bescheinigung für Flugreisen und Grenzkontrollen“ einpacken. Mit Letzterer lassen sich Insulin und andere nötige Medikamente problemlos einführen. Beim Arzt Impfstatus und eventuelle Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel besprechen. Beim Flug über mehrere Zeitzonen muss die Insulintherapie angepasst werden.

Während der Reise: Wer beim Autofahren selbst am Steuer sitzt, muss seinen Blutzucker besonders gut im Blick behalten. Denn Unterzucker kann die Fahrtauglichkeit einschränken. Das gilt besonders für Diabetiker, die Insulin spritzen oder Sulfonylharnstoffpräparate einnehmen. Dann heißt es, vor der Fahrt den Blutzucker zu messen und dies etwa alle zwei Stunden bei einer kleinen Pause zu wiederholen. Not-BE in Form von Traubenzucker, Banane oder Softdrink gehören griffbereit ins Handschuhfach. Eine gute Dokumentation der Werte kann im Falle eines Unfalls helfen, rechtliche Schwierigkeiten zu vermeiden. Wer fliegt, packt das Messgerät sowie alle nötigen Medikamente in ausreichender Menge unbedingt ins Handgepäck. Bei Bordmahlzeiten erst spritzen, wenn das Essen am Platz ist. Denn unvorhergesehene Turbulenzen können die Essensausgabe verzögern.

Im Urlaub: Medikamente auf Reisen in südliche Länder vor direkter Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen schützen. Insulin in einer Kühltasche aufbewahren, aber ohne direkten Kontakt mit dem Kühlakku! Ein Geschirrtuch ist ein guter Puffer. Hitze hat Einfluss auf den Blutzucker: Deshalb im Urlaub öfter messen und die Therapie entsprechend anpassen. Zu viel Alkohol erhöht die Unterzuckerungsgefahr: Für insulinpflichtige Diabetiker empfiehlt es sich, nach einem feucht-fröhlichen Abend mit einem höheren Blutzucker von etwa 180 bis 200 mg/dl zu Bett zu gehen.

15.5.2018, Diabetes in Zahlen

Die Zuckerkrankheit betrifft viele. Aber wie viele sind es genau? Welche Kosten entstehen durch Diabetes und wie häufig kommen Folgeerkrankungen vor? Die Neue Apotheken Illustrierte vom 15. Mai 2018 hat interessante Zahlen zusammengetragen.

6,5 Millionen Menschen haben hierzulande Diabetes. Das bedeutet Platz zwei in Europa. Jedes Jahr erkranken rund weitere 500 000 Menschen. Experten gehen außerdem davon aus, dass zwei Millionen Diabetiker von ihrer Krankheit noch gar nichts wissen.

Dabei weisen 95 Prozent aller Diabetiker laut aktuellem Diabetesbericht einen Typ-2-Diabetes auf. Diese Form tritt in der Regel bei älteren Menschen auf. Viele Betroffene wiegen zu viel und reagieren nicht mehr ausreichend auf das körpereigene Insulin. Typ-1-Diabetes, der auf eine Autoimmunerkrankung der Bauchspeicheldrüse zurückgeht, und weitere Untertypen gibt es deutlich seltener. Allerdings gehen manche Experten davon aus, dass gerade Diabetes vom Typ-3c unterschätzt wird. Diese Diabetesform entsteht durch eine Erkrankung oder Verletzung der Bauchspeicheldrüse. Sie könnte sogar häufiger vorkommen als Typ-1-Diabetes.

Jeder zehnte Euro der deutschen Gesundheitsausgaben fließt in die direkten medizinischen Kosten zur Therapie des Typ-2-Diabetes. Insgesamt liegen die Kosten, die mit Diabetes in Zusammenhang stehen, bei 16,1 Milliarden Euro.

Zwischen zwei bis zehn Prozent der Diabetiker bekommen durch die Erkrankung spezielle Fußprobleme, auch diabetisches Fußsyndrom genannt. Durch nicht korrekte Behandlung kommt es dann im Extremfall zu einer Amputation. Das ist in Deutschland rund 8500 Mal pro Jahr erforderlich. Auch die Augen nehmen durch dauerhaft zu hohe Blutzuckerwerte Schaden. 20 Prozent der Diabetiker weisen schon im Anfangsstadium Netzhautschäden auf. Diese Retinopathie genannte Diabetesfolge sollte dringend behandelt werden, damit das Augenlicht erhalten bleibt.

Diäten im Check

Typ-2-Diabetiker kämpfen häufig gegen zu viel Gewicht an. Wie lässt sich am besten erfolgreich abnehmen? Die Neue Apotheken Illustrierte nimmt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2018 beliebte und trendige Diät-Formen unter die Lupe.

Paleo- oder Steinzeit-Diät
Low-Carb-Diät
Crash-Diät
Formula-Diät

Die Prinzipien, nach denen diese vier Diät-Formen funktionieren, werden ausführlich vorgestellt. In einer Bewertung erklärt Diplom-Oecotrophologin und Redakteurin Katrin Faßnacht-Lee ausführlich, für wen die jeweilige Diät geeignet ist und wer lieber eine andere Variante wählen sollte.

So orientiert sich etwa die Paleodiät an der Ernährungsweise, die Menschen in der Steinzeit pflegten – noch bevor es Ackerbau und Viehzucht gab. Anhänger begründen die Sinnhaftigkeit damit, dass sich das Erbgut des Menschen seitdem kaum verändert hat. Die Befürworter nehmen an, dass die damalige Ernährung auch heute noch »artgerecht« für den Menschen ist. Bei der Paleodiät kommen kaum Getreideprodukte, Hülsenfrüchte und Milchprodukte auf den Tisch. Auch stark verarbeitete Lebensmittel wie Zucker, pflanzliche Öle, Margarine oder Fast Food lehnen Paleo-Befürworter ab. Obst, Gemüse, Nüsse, Eier, Fisch und Fleisch stehen regelmäßig auf dem Speiseplan.

Die Steinzeitküche empfiehlt viel saisonales Obst und Gemüse. Auch der Verzicht auf Zucker und verarbeitete Lebensmittel bedeutet einen Pluspunkt. Abnehmen lässt sich mit der Diät anfangs sicherlich. Allerdings muss man auf viele Lebensmittel verzichten, wodurch sich die Diät im Alltag schwer umsetzen lässt. Es besteht die Gefahr, wieder in alte Muster zurückzufallen. Aus Mangel an Alternativen ist die Ernährung oft fleischlastig. Gerade rotes Fleisch erhöht jedoch das Krebsrisiko. Bestehen keine Allergien oder andere Probleme mit Nahrungsmitteln, ist es aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht nötig, auf Getreideprodukte, Milch oder Hülsenfrüchte zu verzichten.

1.4.2018, Diabetes-Mythen abgeklärt

Um die Zuckerkrankheit ranken sich einige Ammenmärchen und Halbwahrheiten. Die Neue Apotheken Illustrierte klärt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. April 2018 auf, was an manchen Aussagen dran ist und was nicht. Der interessierte Leser erfährt etwa Folgendes:

Diabetes bekommen nur alte Menschen –> falsch
Wer zu viel Zucker isst, bekommt Diabetes –> nicht ganz richtig
Wer in der Schwangerschaft Diabetes hatte, erkrankt später wieder daran –> nicht auf jeden Fall
Insulin müssen nur Diabetiker spritzen, die bei ihrer Therapie nachlässig waren –> falsch
Diabetiker müssen streng Diät halten –> falsch
Diabetiker dürfen keinen Sport treiben –> im Gegenteil
Die Zuckerkrankheit spürt man nicht, sie ist daher halb so schlimm. –> falsch

15.1.2018, Diabetes in der Schwangerschaft

Zu hohe Blutzuckerwerte in der Schwangerschaft steigern das spätere Diabetesrisiko der Mutter. Zudem wirken sie sich auch auf das Ungeborene aus. Ausreichend Bewegung und gesunde Ernährung bringen jedoch bei den meisten Betroffenen die Blutzuckerwerte wieder auf Normniveau, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. März 2018.

Die Basistherapie dieses sogenannten Gestationsdiabetes besteht aus einer Ernährungsumstellung und vermehrter körperlicher Bewegung. Gleichzeitig muss die Patientin ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren. Dazu ist eine sorgfältige Schulung notwendig. In rund 80 Prozent der Fälle sinken allein durch Änderung des Lebensstils die Blutzuckerwerte wieder in den Normbereich.

Betroffene Schwangere sollten darauf achten, dass der Kohlenhydratanteil der Nahrung etwa bei 50 Prozent liegt – so wie bei einer normalen ausgewogenen Ernährung auch. Die Kohlenhydrate sollten aus Vollkornprodukten, Gemüse und nur hin und wieder Obst kommen. Ein weiterer Grundsatz: Mehrere kleine Mahlzeiten am Tag eignen sich besser als drei große, denn so lassen sich starke Schwankungen im Blutzuckerprofil vermeiden. Auf zuckerhaltige Getränke wie Cola oder Fruchtsäfte sollten Schwangere möglichst verzichten. Kaffee und Tee können hingegen durchaus in den Speiseplan eingebaut werden, denn in Maßen konsumiert wirken sie sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus.

Erst wenn die Blutzuckerwerte nach rund zwei Wochen nicht die Zielwerte erreicht haben, ist in der Regel eine Insulintherapie unumgänglich. Orale Antidiabetika, also Tabletten gegen erhöhten Blutzucker, sind in der Schwangerschaft nicht zugelassen. Nach der Entbindung normalisieren sich in der Regel zwar die Werte der Mutter wieder, dennoch erhöht sich das Risiko, später an einem Typ-2-Diabetes zu erkranken. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa ein Drittel der Betroffenen nach der Schwangerschaft in irgendeiner Form ihre Stoffwechselstörungen behalten.

1.3.2018, Wenn das Blut sauer wird

Stark erhöhte Blutzuckerwerte können schwerwiegende Folgen haben. Daher ist es wichtig, die Anzeichen einer aus länger erhöhten Blutzuckerwerten hervorgehenden diabetischen Ketoazidose zu kennen und zu wissen, wie man richtig reagiert. Die Fakten sind zu lesen in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. März 2018.

Besonders Menschen mit Diabetes Typ 1, aber auch insulinpflichtige Typ-2-Diabetiker laufen Gefahr, aufgrund von Insulinmangel zu hohe Zuckerwerte zu bekommen. Liegen diese dauerhaft über 250 mg/dl, kann der Stoffwechsel entgleisen. Es kommt zur Übersäuerung des Blutes, einer Ketoazidose. Wird diese nicht erkannt, beziehungsweise rechtzeitig behandelt, können Betroffene ins Koma fallen und im Extremfall daran sogar versterben.

Deshalb ist es wichtig, erste Anzeichen einer Ketoazidose zu erkennen, um darauf reagieren zu können. Diabetiker sollten beim Blutzuckermessen aufmerksam sein, wenn der Wert nicht unter 250 mg/dl sinkt. Bei Infekten empfiehlt es sich außerdem, häufiger den Blutzucker zu messen. Weitere Warnzeichen, die auch Angehörige kennen sollten, sind:

  • verstärktes Wasserlassen
  • starkes Durstgefühl
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Appetitlosigkeit und Bauchschmerzen
  • vertiefte Atmung
  • Müdigkeit
  • Acetongeruch (nach Obst oder Nagellack) beim Ausatmen

Zeigen sich diese Warnsignale, lässt sich mit Teststreifen selbst bestimmen, ob Ketonkörper über den Urin ausgeschieden werden. Ist dies der Fall, muss umgehend ärztliche Hilfe aufgesucht werden. Im Zweifel sollten Betroffene den Notarzt informieren.

15.2.2018, Das hilft der Leber

Bis zu Dreiviertel aller Typ-2-Diabetiker haben – ohne es zu wissen – eine Fettleber. Doch obwohl man die Erkrankung zunächst nicht spürt, hat sie mitunter schwere Folgen. Mit der richtigen Ernährung lässt sich die Lebergesundheit verbessern. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Februar 2018, worauf es ankommt.
Eine Leberverfettung kann sich durch die richtige Ernährung und mehr Bewegung wieder zurückbilden. Folgende Bausteine sind wichtig:

Gewichtsabnahme: Schon eine Gewichtsverlust von fünf Prozent wirkt sich positiv auf die Leber aus.

Reduktion von Fett: Es empfiehlt sich, vor allem weniger gesättigte Fettsäuren zu essen. Diese sind in tierischen Produkten wie Wurstwaren, fettem Fleisch oder Sahne enthalten. Wer magere Alternativen wählt, lebt gesünder und nimmt weniger Kalorien zu sich.

Weniger Süßes: Zucker wird schnell ins Blut aufgenommen. Ist zu viel davon vorhanden, wird er in Form von Fett in der Leber gespeichert. Daher lohnt es sich, nicht nur wegen erhöhter Blutzuckerwerte am Süßmacher zu sparen. Besonderes Augenmerk gilt zugesetztem Fruchtzucker. Er versteckt sich hinter Bezeichnungen wie Fruktose, Isoglukose oder Fruchtsüße auf der Zutatenliste.

Mehr Vollkorn: Kohlenhydrate – am besten in der Vollkornvariante – dürfen täglich auf dem Speiseplan stehen. Ihre Zuckerbausteine landen nur mäßig schnell im Blut und damit weniger in Form von Fett in der Leber.

Meidung von Alkohol: Ab und zu in kleinen Mengen Alkohol zu genießen, scheint keine negativen Auswirkungen zu haben. Von regelmäßigem Alkoholgenuss ist aber abzusehen.

Mehr Bewegung: Wer sich mehr bewegt, nimmt leichter ab und tut Gutes für seine Leber. Eine Studie zeigt, dass gute drei Stunden moderater Sport in der Woche über ein knappes Jahr hinweg die Leberwerte deutlich bessern.

1.2.2018, Nebenwirkung Blutzuckererhöhung

Diätetische Maßnahmen, orale Antidiabetika, GLP-1-Analoga oder Insulin sind erforderlich, um erhöhte Blutzuckerwerte bei Typ-2-Diabetikern zu senken. So weit, so gut. Die Therapie wird erschwert, wenn Patienten aufgrund anderer Beschwerden oder Folgeerkrankungen des Diabetes weitere Medikamente einnehmen müssen. Diese können quasi als Nebenwirkung zusätzlich den Blutzucker erhöhen. Die Folge ist in den meisten Fällen eine Anpassung der diabetischen Therapie.

Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in der aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2018 einen Überblick über Medikamentenkombinationen, unter denen es zu Beeinflussungen des Blutzuckers kommen kann. So ist bei einer zusätzlichen Medikation mit Blutdrucksenkern, mit Antidepressiva und anderen Antipsychotika, mit Hormonen, kortisonhaltigen Präparaten oder mit Blutfettsenkern Vorsicht geboten.

In jedem Fall muss der Patient zusammen mit seinem behandelnden Diabetologen austesten, inwiefern zusätzliche Medikamente Auswirkungen auf den Zuckerstoffwechsel haben. Dazu müssen häufigere Blutzuckerkontrollen durchgeführt werden. Arzt und Apotheker helfen bei der Anpassung.

15.1.2018, Bewegung bei Minusgraden

Auch bei Minusgraden sollten sich Diabetiker nicht in den eigenen vier Wänden verkriechen. Wer vorsorgt, bleibt warm und behält den Blutzucker auch bei frischer Winterluft unter Kontrolle. Was beim Sporteln im Freien für Diabetiker zu beachten ist, hat die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2018 zusammengefasst.

Wer im Winter punktuell mehr Sport treibt, etwa im Urlaub Alpin-Ski oder Langlauf, der bewegt sich plötzlich mehr als im Alltag. Das hat Einfluss auf die Blutzuckerwerte. Auf der Piste sollten Diabetiker ihren Blutzuckerwert unbedingt im Blick behalten und gegebenenfalls mehr Kohlenhydrate aufnehmen oder weniger Insulin spritzen. Am besten bespricht man im Vorfeld mit dem Diabetologen, wie sich die Therapie anpassen lässt.

Menschen, die blutzuckersenkende Medikamente nehmen, haben immer etwas Traubenzucker dabei, für den Fall, dass der Blutzucker sinkt. Für insulinpflichtige Diabetiker gilt es, noch ein paar weitere Dinge zu berücksichtigen: Wer auf längeren Strecken oder beim Wintersport sein Insulin mitführt, sollte immer darauf achten, dass das Insulin nicht gefriert. Dann kann es ausflocken und verliert seine Wirkung. Um dies zu vermeiden, den Pen und die Patronen beispielsweise in der Innentasche des Anoraks verstauen. Auch ein Brustbeutel unter der Jacke funktioniert für solche Fälle gut.

Blutzuckermessgeräte und Teststreifen reagieren ebenfalls empfindlich auf niedrige Temperaturen und müssen entsprechend geschützt aufbewahrt werden. Wer draußen seinen Blutzucker kontrollieren muss, sollte auf kurze Messzeiten achten. Wichtig, dass die Hände möglichst warm und gut durchblutet sind – nur das liefert zuverlässige Ergebnisse. Das Messen selbst funktioniert am besten an einem windgeschützten Ort.

Bei Blutzuckerentgleisung richtig reagieren

Sowohl Unter- als auch Überzuckerungen sind bei Diabetikern keine Seltenheit. Sie können einen echten Notfall darstellen, vor allem, wenn der Betroffene den Abfall oder Anstieg des Blutzuckers nicht wahrnimmt. Die Autorin des Beitrags beschreibt die Symptome aus eigener Erfahrung in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Januar 2018 und erklärt, wie auch Angehörige im Fall der Fälle helfen können.

Sofortmaßnahmen bei Unterzuckerungen:

1) Wenn der Patient noch bei Bewusstsein ist:

  • Aufnahme von zwei bis drei Traubenzuckerplättchen oder etwa 200 Millilitern Cola oder Fruchtsaft
  • Blutzuckerkontrolle nach 10 bis 15 Minuten
  • Wiederholung der Maßnahme, wenn der Blutzucker nicht höher als 60 mg/dl angestiegen ist
  • Zusätzlich eine kleine Mahlzeit (Brot, Obst, mit Zucker gesüßter Joghurt), um Blutzucker zu stabilisieren
2) Wenn der Patient bewusstlos ist:
  • Notarzt informieren und Patienten in die stabile Seitenlage bringen
  • Auf keinen Fall Getränke oder Ähnliches einflößen (wegen Erstickungsgefahr)
  • Glukagon spritzen; viele Diabetiker führen ein Notfallset mit
3) Sofortmaßnahmen bei Überzuckerungen und erhöhten Ketonwerten im Urin:
  • Sehr viel Wasser trinken, regelmäßig Blutzucker kontrollieren
  • Kurz wirksames Insulin spritzen
  • Körperliche Anstrengung vermeiden
  • Den Patienten wach halten
  • Wenn der Blutzucker weiter ansteigt oder bei Erbrechen, sofort Arzt verständigen

15.12.2017, Auf diese Werte kommt es an

Anhand verschiedener Blutwerte lässt sich erkennen, wie es um die Stoffwechseleinstellung von Diabetikern bestellt ist. Zu den wichtigsten Werten zählen die des Blutzuckers und die verschiedener Blutfette. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Dezember 2017 in kurzen Übersichtstabellen zusammengefasst, wann Blutzucker und Blutfette noch im grünen Bereich liegen und wann der Arzt gefragt ist.

Die Bestimmung des Blutzuckerwerts hilft, eine Zuckerkrankheit zu erkennen. Diabetiker und ihre Ärzte können anhand der regelmäßigen Glukose-Messung überprüfen, wie erfolgreich ihre Therapie verläuft.

Blutzuckerwerte werden über zwei verschiedene Einheiten angegeben. Zum einen in Milligramm pro Deziliter Blut (mg/dl), zum anderen in Millimol pro Liter Blut (mmol/l). Neben den nüchtern gemessenen Werten spielt auch der Blutzucker nach einer Mahlzeit eine wichtige Rolle. Bei Diabetikern steigt er höher an als bei Gesunden. Dies simuliert ein Belastungstest beim Arzt. Man trinkt hierzu eine fest definierte Zuckerlösung. Zwei Stunden später wird der Blutzucker gemessen.

Die Bestimmung der Blutglukose liefert nur einen aktuellen Wert. Wie es um den Verlauf in den vergangen zehn bis zwölf Wochen aussieht, verrät der sogenannte HbA1c-Wert. Er gibt den Anteil des roten Blutfarbstoffes an, an den sich Zucker angelagert hat. Der HbA1c-Wert liefert damit eine Art Durchschnittswert für den Blutzucker.

15.11.2017, Als Diabetiker lange gut hören

Dass Diabetes Folgebeschwerden wie durch geschädigte Nerven, Hautprobleme oder Sehstörungen haben kann, ist bekannt. Überraschend ist jedoch die Erkenntnis, dass auch Schwerhörigkeit dazugehört. Wie sich dem vorbeugen lässt und wie sich eine Schwerhörigkeit behandeln lässt, darüber informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. November 2017.
Im Vergleich zu Gesunden erkranken Diabetiker rund doppelt so häufig an einem Hörverlust. Speziell hohe Frequenzen, die für die Deutlichkeit von Sprache sorgen, machen den Zuckerkranken zu schaffen. Aber auch tiefere Töne bereiten Diabetikern mit zunehmender Erkrankungsdauer mitunter Schwierigkeiten. Noch widmen sich nicht so viele Wissenschaftler diesem Thema. Doch mehrere Forschungsprojekte, darunter eine amerikanische Studie des Nationalen Gesundheitsinstitutes, untersuchen, wie sich die Zuckerkrankheit auf das Hörvermögen auswirkt.
Als sicher gilt, dass Verdickungen der Blutgefäßwände im Innenohr den Hörverlust verursachen. Zusätzlich sorgt das Absterben sogenannter Haarzellen in der Hörschnecke, dem knöchernen Herzstück des Innenohres, für bleibende Hörschäden. Schallwellen leitet der Körper nur noch eingeschränkt weiter. Betroffene hören vorerst noch, verstehen aber mit der Zeit immer weniger.
In Anbetracht der Risiken, die ein Hörverlust mit sich bringt, empfiehlt es sich, einmal pro Jahr das Hörvermögen untersuchen zu lassen. Die kostenlosen Hörtests, sogenannte Audiometrien, beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder Hörakustiker geben eindeutig Auskunft über den Zustand des Gehörs. Heißt die Diagnose Hörverlust, ist ein Hörgerät die effektivste Methode, die Beeinträchtigungen auszugleichen.
Außerdem in diesem Heft: Senioren und Hunde sind tierisch gute Freunde +++ Herausforderung Landapotheke +++ Die besten Heilpflanzen bei Schnupfen, Husten und Heiserkeit

1.11.2017, Gut gelaunt durch den Winter

Die Tage werden kürzer, kälter und nebliger. Erkältungen gehen um und die Zeit bis zum Frühjahr scheint sich endlos zu dehnen. Wie soll da gute Laune aufkommen? Die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. November 2017 hat Tipps zusammengefasst, wie man gesünder und besser gelaunt durch die dunkle Jahreszeit kommt.

Trockene Winterluft setzt Schleimhäuten zu, auch denen in der Nase. Daher vorbeugend genug trinken und bei Bedarf Meerwassersalzsprays, Nasenduschen oder Nasensalben einsetzen. Feuchte Nasenschleimhäute stärken die lokale Abwehr gegen Erkältungsviren.
Kälte macht es den Erkältungsviren leichter, sich in der Nasenschleimhaut einzunisten. Erkrankte Diabetiker sollten häufiger als sonst ihren Blutzucker messen. Es kann bei Infektionskrankheiten zu Über- oder Unterzuckerungen kommen. Ob man die Diabetestherapie entsprechend anpassen soll, muss man mit dem Arzt besprechen.
Wichtig, um die Abwehr gegen Keime fit zu machen, sind genug Schlaf und eine vielseitige, vitaminreiche Ernährung.
Bewegung in Form von Winterspaziergängen, Skilanglauf oder Indoor-Sport kann die Abwehr stärken. Außerdem wirkt sich Bewegung günstig auf den Zuckerstoffwechsel aus. Wer neu mit Sport beginnt, sollte jedoch die Blutzuckerwerte sehr regelmäßig kontrollieren, wenn er Insulin spritzt oder Sulfonylharnstoffe einnimmt. Bewegung senkt den Blutzucker zusätzlich, so dass Unterzuckerungsgefahr besteht.
Apotheken bieten Erkälteten Mittel an, um etwa zähen, schlecht abzuhustenden Schleim zu verflüssigen, Kopf- und Gliederschmerzen zu bekämpfen, Fieber zu senken oder starken Hustenreiz zu mildern. In der Apotheke gibt es auch für Diabetiker gut verträgliche Präparate gegen Erkältungsbeschwerden.

1.10.2017, Ausgeschlafen zum Zuckertest

Um bei Blut- oder Urin-Untersuchungen zuverlässige Ergebnisse zu erhalten, muss man gewisse Regeln und Verhaltensmaßnahmen einhalten, so auch beim oralen Glucose-Toleranz-Test (oGTT). Die Neue Apotheken Illustrierte berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Oktober 2017, dass auch die Schlafdauer einen Einfluss auf die Testergebnisse hat.

Schlafmangel ist ein Risikofaktor für einen gestörten Zuckerstoffwechsel: Wer weniger als sieben Stunden schläft, hat ein höheres Risiko für einen erhöhten HbA1c-Wert. Doch selbst wenn dieser Wert im Normbereich liegt, kann der oGGT ein auffälliges Ergebnis zeigen. Dann nämlich, wenn in den zwei Nächten zuvor der Schlaf besonders kurz war. Dies hat eine Studie mit 1 500 Nicht-Diabetikern ergeben, die von Forschern um Dr. Donald Bliwise vom Schlafprogramm der Emory University School of Medicine in Atlanta, USA, durchgeführt wurde.

Schliefen die Studienteilnehmer in den zwei Nächten vor dem Test insgesamt nur elf Stunden oder weniger, war das Risiko für einen erhöhten Zwei-Stunden-Wert im oGGT fast doppelt so hoch, obwohl sie sonst normnahe Blutzuckerwerte aufwiesen. Auch die Insulinresistenz nahm zu, denn verkürzter Schlaf macht die Zellen tatsächlich unempfindlicher gegenüber Insulin. Die Forscher geben zu bedenken, dass im Umkehrschluss ein besonders langer Schlaf vor dem oGGT für ungewöhnlich gute Werte sorgen könnte. Bereits eine halbe Stunde mehr oder weniger Schlag macht ihnen zufolge einen bemerkenswerten Unterschied im Blutzuckerprofil aus.

Das ABC der Eissorten, 1.7.2017

Eigentlich eine Binsenweisheit: Eis ist nicht gleich Eis. Doch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Eissorten sind besonders für Diabetiker relevant. Die Neue Apotheken Illustrierte stellt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Juli 2017 verschiedene Eissorten vor und erklärt die Unterschiede. Was ist für Diabetiker zu beachten? Vom Creme- bis zum Wassereis:

  • Sorbets und Wassereis sind kalorienärmer als milchhaltige Sorten und damit gut für Diabetiker geeignet, wenn sie auf ihre Linie achten müssen. Auch mit Fruchteiscreme lassen sich Kalorien sparen.
  • Auf Zusätze wie Streusel oder Schokoladensoße ist zu verzichten.
  • Für insulinpflichtige Diabetiker gilt: In einer kleinen Eiskugel stecken durchschnittlich 1 bis 1,5 Broteinheiten (BE) oder Kohlenhydrateinheiten (KE). Je nach Kugelgröße und Sorte können es aber auch mehr sein. Die Waffel schlägt durchschnittlich mit 1 bis 2 BE/KE zu Buche.
  • Abgepacktes Eis erleichtert die Berechnung, da die Nährwerte auf der Verpackung aufgedruckt sind.
  • Insulinpflichtige Diabetiker, die mehr als zwei Kugeln Eis essen möchten, sollten Cremeeis, Sahneeis oder eine andere fetthaltige Sorte wählen. Zu Sorbet oder Wassereis etwas Sahne essen. So wird der Zucker langsamer ins Blut aufgenommen.

Sport, der Kalorienkiller, 29.5.2017

Diabetiker sollten penibel auf ihr Gewicht achten. Um den Grundumsatz zu steigern, hilft Bewegung im Alltag und Sport. Zwar verbrennt jede Sportart Kalorien. Doch wie viele? Die Neue Apotheken Illustrierte verrät in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2017 die neun besten sportlichen Kalorienkiller.

Der Artikel nimmt neun verschiedene Sportarten unter die Lupe, darunter etwa Schwimmen, Nordic Walking oder Fahrradfahren. Für wen ist die jeweilige Sportart geeignet? Wie viele Kalorien werden in welcher Zeit verbraucht? Und wie vielen Schokoladen-Stückchen entspricht das? Die Neue Apotheken Illustrierte gibt Antwort.

Bewegung ist ein Tausendsassa für die Gesundheit. Glukose aus der Blutbahn wird in die Zellen gedrückt. Das spart Insulin und schont damit die Bauchspeicheldrüse bei Typ-2 Diabetikern. Die Durchblutung aller Gewebe wird angeregt. Mehr Muskulatur sendet vermehrt entzündungshemmende Botenstoffe in den Körper. Sie erhöht außerdem den Energieumsatz, das heißt, der Körper verbrennt mehr. Das erleichtert das Abnehmen.

Wer mit Sport neu starten möchte, lässt sich vorab beim Arzt durchchecken. Achtung: Diabetiker, die mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin behandelt werden, können bei Bewegung unterzuckern! Also auf jeden Fall immer Teststreifen und Traubenzucker parat haben.

Sport, der Kalorienkiller, 15.4.2017

Diabetiker sollten penibel auf ihr Gewicht achten. Um den Grundumsatz zu steigern, hilft Bewegung im Alltag und Sport. Zwar verbrennt jede Sportart Kalorien. Doch wie viele? Die Neue Apotheken Illustrierte verrät in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. April 2017 die neun besten sportlichen Kalorienkiller.

Der Artikel nimmt neun verschiedene Sportarten unter die Lupe, darunter etwa Schwimmen, Nordic Walking oder Fahrradfahren. Für wen ist die jeweilige Sportart geeignet? Wie viele Kalorien werden in welcher Zeit verbraucht? Und wie vielen Schokoladen-Stückchen entspricht das? Die Neue Apotheken Illustrierte gibt Antwort.

Bewegung ist ein Tausendsassa für die Gesundheit. Glukose aus der Blutbahn wird in die Zellen gedrückt. Das spart Insulin und schont damit die Bauchspeicheldrüse bei Typ-2 Diabetikern. Die Durchblutung aller Gewebe wird angeregt. Mehr Muskulatur sendet vermehrt entzündungshemmende Botenstoffe in den Körper. Sie erhöht außerdem den Energieumsatz, das heißt, der Körper verbrennt mehr. Das erleichtert das Abnehmen.

Wer mit Sport neu starten möchte, lässt sich vorab beim Arzt durchchecken. Achtung: Diabetiker, die mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin behandelt werden, können bei Bewegung unterzuckern! Also auf jeden Fall immer Teststreifen und Traubenzucker parat haben.

Im Team zum Erfolg beim diabetischen Fuß, 1.4.2017

Diabetiker mit einem diabetischen Fußsyndrom brauchen in der Regel ein Team aus Experten, damit der betroffene Fuß gerettet und die Situation stabilisiert werden kann. Die Neue Apotheken Illustrierte erklärt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. April 2017, welche Berufsgruppen alle daran mitwirken.

Zwar ist das gute Zusammenarbeiten von Diabetologen, Angiologen, Chirurgen, Podologen, Orthopädieschuhmachern und Mikrobiologen für die erfolgreiche Behandlung eines diabetischen Fußes unabdingbar, doch der wichtigste Mitspieler im Team für gesunde Füße ist der Patient selbst.

Sein Verhalten beeinflusst maßgeblich mit, ob ein diabetisches Fußsyndrom weiter voranschreitet oder sich gut behandeln lässt. Zu den wichtigsten Spielregeln gehören:

  • Nicht rauchen, denn das Rauchen schadet dem Fuß mindestens so sehr wie schlechte Blutzuckerwerte.
  • Den Blutzucker gut einstellen lassen, ebenso den Blutdruck.
  • Die Anweisungen des Arztes genau befolgen, zum Beispiel mit einer offenen Wunde am Fuß nicht zu duschen, da dies die Infektionsgefahr erhöht.

Gute Nacht auch bei Diabetes

Nicht nur der Diabetes selbst, auch die eingesetzten Medikamente stören mitunter die Nachtruhe. Welche Ursachen für die Ruhestörungen infrage kommen, nimmt die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. März 2017 unter die Lupe.

Unterzuckerungen sind der häufigste Grund für nächtliche Schlafstörungen. Das betrifft vor allem Patienten, die Insulin spritzen oder Sulfonylharnstoffe einnehmen. Unterzucker-Symptome reißen den Betroffenen oft aus dem Schlaf. Treten Unterzuckerungen häufiger auf, zeigt der Körper oft keine deutlichen Symptome mehr.

Nicht nur zu niedrige, auch sehr hohe Blutzuckerwerte kosten die Nachtruhe. Es schläft sich damit oft schlechter ein, oder man wacht nachts häufiger auf. Hohe Blutzuckerwerte können unabhängig von der Therapie bei allen Diabetikern auftreten.

Eine weitere Möglichkeit für Schlafstörungen bei Frauen mit Typ-1-Diabetes: die Wechseljahre. Sie setzen bei Diabetikerinnen häufig früher ein. Auch Schilddrüsenprobleme machen Typ-1-Diabetikern häufiger zu schaffen als gesunden Menschen. Geraten die dort produzierten Hormone aus dem Gleichgewicht, führt dies mitunter ebenfalls zu Schlafproblemen.

Herzprobleme - die meisten Diabetiker erkranken an einem Kreislaufleiden - beeinträchtigen auch den Schlaf. Herzrasen kann etwa auf ein Vorhofflimmern hindeuten. Es sollte ebenso wie Schweißausbrüche zum Arzt führen. Nächtlicher Harndrang weist manchmal ebenfalls auf eine Herzschwäche hin.

Schutz vor Schlaganfall

Im Vergleich zu Stoffwechselgesunden haben Diabetiker ein um zwei- bis vierfach erhöhtes Schlaganfallrisiko. Doch es gibt Wege aus dem Dilemma. Die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. März 2017 stellt diese vor.

Bei Diabetikern beginnt die auch als Arteriosklerose bezeichnete Blutgefäßverkalkung früher als bei gesunden Menschen, und sie schreitet schneller voran. Deshalb versterben 80 Prozent der Diabetiker an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung. Schlaganfall gehört dazu. Doch der Diabetes trägt nicht die alleinige Schuld daran. Zur Arterienverkalkung tragen wesentlich auch ein hoher Blutdruck, Fettstoffwechsel-Störungen und zu viel Fett am Bauch bei.

Gegen zu hohe Blutdruckwerte

Viele Diabetiker haben zu hohe Blutdruckwerte. Anzustreben sind Werte von 130/80 mmHg. Spezielle Medikamente, auch in Kombination, und regelmäßiges Ausdauertraining sind in der Lage, den Blutdruck dauerhaft auf ein verträgliches Niveau zu senken.

Gegen zu hohe Blutfettwerte

Unter den Blutfetten sind nicht nur die verschiedenen Cholesterinwerte von Bedeutung, sondern auch die Triglyceride. In beiden Fällen kann eine ausgewogene Ernährung mit ungesättigten pflanzlichen Fettsäuren schon viel erreichen. Genügt ein gesunder Lebensstil allein nicht, helfen zusätzlich angewendete Medikamente, um die Blutfette zu senken.



Gegen zu viel Bauchfett

Bei Bauchfett, das das Risiko für einen Schlaganfall steigert, handelt es sich um das innere Bauchfett, weniger um das, was sich außen mit den Händen greifen lässt. Das innere Bauchfett fördert unter anderem Entzündungen in den Blutgefäßen, die wiederum die Gefahr für Herz, Hirn und Kreislauf steigern. Viszerales Bauchfett lässt sich mit Bewegung und einer bevorzugt pflanzlichen und ballaststoffeichen Ernährung vermindern.

1.2.2017, Moderne Hilfsmittel richtig nutzen

Neue Technologien bereichern die Diabetestherapie. Denn sie helfen den Diabetikern, ihre Blutzuckerwerte im Blick zu behalten und möglichst normnah einzustellen. Die Neue Apotheken Illustrierte gibt in der aktuellen Ausgabe vom 1. Februar 2017 einen Überblick über die Vorgehensweise der Insulinverabreichung mit einem Pen und einer Pumpe sowie mit Hilfe kontinuierlicher Glukose-Messsysteme.

Insulinpens sind für Diabetiker geeignet, die regelmäßig Insulin spritzen müssen. Wer noch ein Basalinsulin spritzt, das als trübe Suspension vorliegt, muss vor jeder Injektion den Pen mindestens zwanzigmal zwischen den Händen rollen und auf und ab drehen. Das gewährt die gleichmäßige Verteilung des Insulins in der Suspension. Handelt es sich in der Patrone um eine klare Lösung, wie bei den lang wirkenden Analoginsulinen und bei allen kurz wirksamen Insulinen, braucht es das Durchmischen vor dem Spritzen nicht. Damit Insulin sicher unter die Haut kommt und diese möglichst unverletzt bleibt, muss die Kanüle nach jeder Injektion gewechselt werden, zudem sollte man die Einstichstelle bei der nächsten Injektion wechseln.

Eine Insulinpumpe verhilft vor allem Kindern mit Typ-1-Diabetes zu mehr Lebensqualität und einer besseren Stoffwechselqualität. Aber auch Diabetiker, die bei einer intensivierten konventionellen Therapie immer wieder an schweren Unterzuckerungen leiden, sowie Schwangere können von einer Insulinpumpe profitieren. Diabetiker, die eine Insulinpumpe wollen, sollten sehr motiviert sein. Sie selbst oder die Kinder betroffener Eltern müssen in der Lage sein, den Blutzuckerverlauf zu kontrollieren und die Werte richtig zu interpretieren. Der tägliche Katheterwechsel unter Beachtung sämtlicher hygienischer Maßnahmen gehört zum Pflichtprogramm, ebenso der regelmäßige Besuch in einer Pumpen-Ambulanz.

Kontinuierliche Glukose-Messsysteme erleichtern Diabetikern den Alltag, da sie die Lebensqualität und die Blutzuckerein­stellung verbessern helfen. Allerdings werden die Kosten für Realtime-CGM-System nur unter bestimmten Voraussetzungen von gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Wer ein Gerät möchte, fragt am besten direkt bei seiner Krankenkasse nach.

Die 7 wichtigsten Diabetes-Fakten

Als neu diagnostizierter Diabetiker gilt es, sich schnell mit der Erkrankung zu arrangieren und sie in den Alltag zu integrieren. Wer sich gut mit den Hintergründen ihrer Entstehung und mit der Beeinflussbarkeit durch bestimmte Verhaltensmaßnahmen auskennt, lebt gesünder. Die Neue Apotheken Illustrierte hat in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Januar 2017 die wichtigsten Fakten zum Thema Diabetes zusammengefasst.

Worin bestehen die wichtigsten Unterschiede zwischen einem Typ-1- und einem Typ-2-Diabetes? Welche Symptome weisen auf einen beginnenden Diabetes hin? Wie wichtig ist Bewegung, und kann auch ein Zuviel daran von Nachteil sein? Was sind die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen? Welchen Einfluss hat die Ernährung auf normnahe Blutzuckerwerte? Welche Therapie kommt für wen infrage? Alles Fragen, die die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten in einer Zusammenstellung der wichtigsten Fakten beantwortet.

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